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 Applikationsschrift 101

Vermeidung von Pseudofehlern durch Speichern der Referenzsignaturen verschiedener Bausteinhersteller


Abweichende Signaturen aufgrund herstellerspezifischer Schutzbeschaltung können zu Fehlermeldungen auf Gut-Bauteilen führen. Sie vermeiden diese Pseudofehler, indem Sie Referenzsignaturen mehrerer Bausteinhersteller abspeichern

ASA-Test an Digitalbausteinen

Wird ein Digital-IC mittels Analog-Signaturanalyse getestet, so wird das Analogverhalten der Eingangsschutzbeschaltung untersucht. Ein hoher Anteil der Fehler an Digitalbausteinen wird durch einen Defekt an den Ein- und Ausgängen verursacht. Ein Digitalbaustein zeigt möglicherweise trotz beschädigter Schutzbeschaltung noch korrektes logisches Verhalten. Fehler an Ein/Ausgängen werden oft nicht durch In-Circuit-Testsysteme erfasst, können jedoch einfach durch ASA aufgedeckt werden. Dies ist mit ein Grund warum die Analog-Signatuanalyse auch dann noch effizient Fehler erkennt, wenn andere Methoden versagen.

 

Abweichungen der Signaturen

Die meisten Bausteinhersteller setzen eigene Schutzbeschaltungen ein, so dass Signaturen gleicher Bausteintypen jedoch verschiedener Hersteller signifikante Abweichungen zeigen können. Selbst eine Änderung der Gehäusebauform des gleichen Herstellers kann eine Abweichung der Signaturen zur Folge haben. Der Vergleich von Signaturen basiert im wesentlichen auf der Signaturform und kann daher auch Abweichungen zwischen Gut-Bausteinen verschiedener Hersteller zeigen.

 

Referenzsignaturen speichern

Der PFL ermöglicht dem Anwender das Speichern der Referenzsignaturen von Bausteinen jedes verwendeten Herstellers. Der PFL vergleicht einen Baustein gegen alle gespeicherten Referenzen auf Übereinstimmung.


Einfache Schutzdiode
.Eingangsschutzbeschaltung

Die Schutzbeschaltung eines Digital-IC´s kann relativ einfach wie die Abbildung unten aufgebaut sein. Die Konfiguration mit einer Diode schützt den Eingangstransistor vor großen negativen Transienten.


In diesem Aufbau wird die Schutzdiode bei der negativen Halbwelle des PFL-Sinussignals leitend. Die Signatur erscheint wie in der Abbildung unten. (die Form hängt von der gewählten Prüfspannung ab).).

Schutz vor pos. und neg. Transienten
Die meisten Schutzbeschaltungen sind jedoch etwas komplexer aufgebaut. Die Schaltung unten zeigt einen Schutz gegen große positive und negative Transienten

In diesem Fall werden beide Schutzdioden bei Anlegen des PFL-Sinussignals leitend und zeigen eine Signatur wie unten abgebildet.

Weitere Schutzschaltungen beinhalten Widerstände in Serie mit einer oder beiden Dioden. Die Signatur zeigt dann zusätzlich das charakteristische Widerstandsverhalten in Form einer geneigten Geraden. Diese Widerstands-gerade wird besonders deutlich im Junction-Bereich sichtbar.

Signaturen alternativer Hersteller

Wenn der erste Signatursatz aufgenommen wird, so versieht der PFL diesen mit der Bezeichnung Standardhersteller (angezeigt in der Werkzeug-Leiste). In vielen Fällen ist dies der einzig benötigte Signatursatz. Wenn nun Abweichungen durch andere Hersteller zu Pseudofehlern auf Gut-Bausteinen führen, so speichern Sie die Referenzsignaturen aller eingesetzten Hersteller.

Um die Referenzsignaturen des gleichen Bausteintyps von einem anderen Hersteller zu speichern, testen Sie zuerst diesen Baustein. Dann klicken Sie auf die Speichern-Schaltfläche um die Signatur als weitere Referenz zu speichern, wobei Sie den Herstellernamen eingeben. Die Herstellernamen werden im Listenfeld auf der Werkzeugleiste gezeigt. Führt nun der PFL einen Test durch, so vergleicht er automatisch gegen alle gespeicherten Hersteller ob eine Übereinstimmung mit einem der Signatursätze besteht. Das Ergebnis einer Akquisition kann auch manuell gegen gespeicherte Hersteller verglichen werden - wählen Sie dazu den Hersteller aus dem Listenfeld


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